- Schulamit Meixner: „ohnegrund“
Schulamit Meixner „ohnegrund“
Amy geht nach Tel Aviv, um zu studieren. Sie ist die vernachlässigte Tochter zweier Künstler in London. Außer Reichweite ihrer Eltern beschließt sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gerade in Tel Aviv angekommen verliebt sie sich in den jungen, idealistischen Israeli Nimrod, die beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Sharona. So groß ihre Liebe ist, so groß ist jedoch auch Nimrods Idealismus als Sozialarbeiter. Amy nimmt tatenlos hin, dass Nimrod seine Ziele mit Hingabe verfolgt und sie und Sharona zurücklässt. Er wird nicht wiederkommen. Zehn Jahre später: Amy ist allein erziehende Mutter in London. Sie ist eine „Aguna“, eine Frau, deren Mann ihr die Scheidung nicht geben kann, weil er verschollen ist. Amy ist unglücklich. Was dem Ehemann und Vater zugestoßen ist, möchten Amy und Sharona ergründen, doch jede tut es für sich selbst. Erst Amys Tante Lisa gelingt es, die beiden näher aneinander und auch an die Wahrheit heranzuführen.
Schulamit Meixner, geboren 1968, studierte Judaistik und Theaterwissenschaft in Wien. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Jüdischen Museum Wien, wo sie auch Jüdische Geschichte an einem Gymnasium sowie in der Erwachsenenbildung unterrichtete. Seit 2006 lebt sie mit ihrer Familie in London.
Moderation: Shelly Kupferberg, geboren 1974 in Tel Aviv. Sie studierte Publizistik, Theater und Musikwissenschaft und arbeitet als Journalistin und Moderatorin beim öffentlichrechtlichen Rundfunk.
Buchvorstellung & Autorengespräch Do 24. Mai 2012 | 20.00 Uhr Literaturhaus Berlin | Großer Saal Fasanenstr. 23 | 10719 Berlin Eintritt: 5,– | erm. 3,–
In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin
Liebe Besucher unserer Volkshochschule,
am 12. März 2012 feiert die Jüdische Volkshochschule zu Berlin ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum, zu dem wir Sie herzlich einladen! Die Festrede wird Prof. Wolfgang Müller-Commichau, Leiter des Forschungsprojektes zur Jüdischen Erwachsenenbildung der Hochschule RheinMain halten. Als Dozent der ersten Stunde wird Rabbiner Uri Themal seine Erinnerungen mit uns teilen. Für die musikalische Untermalung unseres Festaktes sorgt das Ofri Ivzori Quartett mit jiddisch-israelischem Jazz.
Im Anschluss an den Festakt wird die Ausstellung "50 Jahre Jüdische Volkshochschule Berlin" eröffnet.
Einen Rückblick über die Neuanfänge des deutschjüdischen Lebens nach 1945 wird Prof. Dr. Michael Brenner aus München bieten.
Ein zweiter Themenschwerpunkt im kommenden Semester wird die Integration von Zuwanderern in Deutschland sein. Und so beginnt unser Programm mit einer Podiumsdiskussion zwischen Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, und Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler der Autor des Buches „Kein schönes Land in dieser Zeit“. Im Mai wird dann Lena Gorelik ihr neu erscheinendes Buch „Sie können aber gut Deutsch“ gemeinsam mit Dr. Sergey Lagodinsky vorstellen.
Wir stellen weitere Neuerscheinungen vor: „Die Nachmittagsvorstellung“ des israelischen Autors Jehoschua Kenaz sowie das Romandebüt von Schulamit Meixner „ohnegrund“. Zum Thema Nahost gibt auch es dieses Mal eine Reihe von Vorträgen u.a. von Chaim Noll „Der ’Arabische Frühling’ als mediales Ereignis“ und von Prof. Dr. Karl E. Grözinger über den Zionismus damals und heute.
Der israelische Film „Strangers“, der den israelisch-palästinensischen Konflikt thematisiert, rundet unser Programm ab.
Wir hoffen mit diesem vielfältigen Programm Ihr Interesse wecken zu können und freuen uns auf Sie!

Ihre Sigalit Meidler-Waks Leiterin der JVHS |
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