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PODIUMSDISKUSSION

25 Jahre Mauerfall aus jüdischer Sicht


Der Mauerfall 1989 traf die jüdischen Gemeinschaft, wie auch den Rest der Republik, völlig unvorbereitet. Im Gegensatz zur Mehrheitsgesellschaft prägten jedoch mehr die Befürchtungen vor einem erstarkenden Nationalismus die Gefühle vieler Gemeindemitglieder als die Freude über die Demokratisierung der DDR.
Doch es blieb kaum Zeit für Selbstreflexion. Nur wenige Wochen später setzte die Zuwanderung von Juden aus der damaligen Sowjetunion ein. Die Herausforderungen waren immens: zwei Gemeinden wurden zusammengeführt, mit allen rechtlichen und menschlichen Implikationen. Vor allem aber mussten Tausende Neuzuwanderer eingegliedert werden: Wohnungen, Arbeitsplätze, Sprachkurse, Religionsunterricht, Hilfe bei Ämtern und Behörden…

Wie die damals verantwortlichen Personen diese Aufgaben angingen, welche Erfolge es gab und was misslang, wie sich die jüdische Gemeinschaft
verändert hat und vor allem, welche Zukunftsperspektiven sie aktuell hat, soll diskutiert werden. Auch aktuelle Herausforderungen wie die Debatten um Schächten, Beschneidung oder Nah-Ost-Konflikt kommen zur Sprache.

DR. PETER FISCHER, 1944 in London geboren. Ab 1989 Sekretär des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR. Nach 1990 Leitung der Berliner Geschäftsstelle des Zentralrates der Juden; u. a. zuständig für die jüdische Zuwanderung und den Aufbau neuer Gemeinden in Ostdeutschland;
später beim Zentralrat Referent für geschichtspolitische Fragen und Gedenkstätten.

RABBINER PROF. DR. ANDREAS NACHAMA, 1951 in Berlin geboren. Studium der Geschichte und Judaistik. Seit 1994 Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. 1992 Ausstellungsleitung »Jüdische Lebenswelten«, 1992–1999 künstlerische Leitung der Jüdischen Kulturtage, 1997–2001 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. 2000 Ordination zum Rabbiner. Seit 2005 Professor am Touro-College Berlin.

DR. RAFAEL SELIGMANN, 1947 in Tel Aviv geboren, studierte Politikwissenschaft und Geschichte und promovierte 1982. Als Publizist beleuchtet er seit über 25 Jahren in Sachbüchern, Romanen, Essays, Kolumnen, Kommentaren und Artikeln das deutsch-jüdische Verhältnis. Seit 2012 ist er Herausgeber der »Jewish Voice from Germany«.

Di 4. November 2014 | 19 Uhr
Jüdische Gemeinde zu Berlin | Großer Saal
Oranienburger Straße 29 | 10117 Berlin
Eintritt: 5,– | erm. 3,–

 

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Liebe Besucher unserer Volkshochschule,

wir freuen uns sehr, Ihnen zu Rosch Haschana das neue Programm für das 2. Semester 2014/15 präsentieren zu können.

In diesem Studienhalbjahr werden wir die verschiedensten Facetten der jüdischen Kultur und Religion, aber auch aktuelle weltpolitische Ereignisse, wie zum Beispiel die »Ukrainekrise«, betrachten.

Mit der prominent besetzten Podiumsdiskussion über den »Fall Gurlitt« und den Umgang mit Raubkunst können wir ein weiteres Highlight setzen.

Darüber hinaus möchten wir aber auch die traditionellen Themen wie etwa Literatur und Kunst nicht vernachlässigen. Es werden in diesem Semester zwei Ausstellungen im Jüdischen Gemeindehaus eröffnet. Im Oktober beginnt die Ausstellung über Joseph Wulf, ein deutsch-polnischer Historiker, Holocaustüberlebender und bis zu seinem Tod Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.
Die zweite Ausstellung, die im Januar eröffnet, widmet sich den Euthanasie-Verbrechen der Nationalsozialisten. Sie steht auch im Kontext des Gedenkens anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.

Ergänzt wird das reichhaltige Kulturangebot durch ein außerordentlich ambitioniertes Kursangebot. An dieser Stelle möchten wir allen Dozenten für Unterstützung danken. Ohne sie könnten wir dieses Kursangebot nicht anbieten.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, die Leiterin der Jüdischen Volkshochschule Sigalit Meidler-Waks zu verabschieden und ihr für Engagement und die Bemühungen danken, die sie unternommen hat, um das Programm der Jüdischen Volkshochschule vier Jahre lang auf hohem Niveau zu erhalten und in der Tradition von Heinz Galinskis »offenem Haus« in der reichen Kulturlandschaft Berlins einen wichtigen Stellenwert zu verleihen.

Wir hoffen sehr, dass auch in diesem Semester viele unserer treuen Hörer und Gäste an unseren Kursen und Veranstaltungen teilnehmen werden.

Schana Tova!


Ihre                                                                                           Ihr
Alexandra Babes                                                                          Ilan Kiesling
Kulturdezernentin der Jüdischen                                                    Leiter Kultur und Kommunikation
Gemeinde zu Berlin und stellvertretende Vorsitzende                        und kommissarischer Leiter der
der Jüdischen Gemeinde zu Berlin                                                  Jüdischen Volkshochschule Berlin






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Programm 2. Semester 2014

3. Trimester 2014. Deutsch-Intensivkurse

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