Ein Gesprächsabend mit Dr. Juliane Wetzel und Aycan Demirel Der Antisemitismus-Bericht im Auftrag des Deutschen Bundestages liegt vor
Im November 2011 hat der „Unabhängige Expertenkreis Antisemitismus“ seinen ersten Bericht zur aktuellen Lage des Antisemitismus in Deutschland vorgelegt. Der Bericht gibt u.a. Einblick in die Virulenz antisemitischer Dispositionen in den unterschiedlichen extremen Lagern. Er zeigt vor allem, dass antisemitische Ressentiments und Klischees in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet sind. Um tief verwurzelte klischeehafte Judenbilder und antisemitische Einstellungen in der deutschen Kultur und Gesellschaft zu verändern, bedarf es umfassender Abwehrstrategien in Zusammenarbeit von staatlichen Institutionen und Zivilgesellschaft, um das in Wissenschaft, Pädagogik und bürgerschaftlichem Engagement vorhandene Potenzial systematisch zu nutzen. Die Referenten werden wesentliche Ergebnisse des Berichts vorstellen und aus ihrer eigenen Arbeit berichten.
Dr. Juliane Wetzel ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung tätig. Seit Ende 2010 ist sie eine der beiden Koordinatoren des Expertenteams.
Aycan Demirel ist Mitinitiator und Leiter der „Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus“, die als Reaktion auf den Anschlag auf die Istanbuler Synagogen entstand. Seit einigen Jahren arbeitet diese Organisation u.a. mit und für jugendliche Migranten für Demokratie und Toleranz, gegen Vorurteile, Hass und Gewalt gegen Juden.
Gesprächsabend Di 24. April 2012 | 19.00 Uhr Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal Fasanenstr. 79-80 | 10623 Berlin Eintritt: 5.– | erm. 3.–
In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam