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Archiv 2012-1

Prof. Dr. Karl E. Grözinger
Das Ende des Zionismus?

Seit einigen Jahren verkünden die so genannten „neuen Historiker“ in Israel und weltweit, dass der Zionismus sein Ziel erreicht habe und sein Ende nunmehr gekommen sei. Auch sei die Zeit seiner nationalen wie kolonialistischen Anliegen vorüber, weshalb man den heutigen Staat Israel und seine Beziehung zur Diaspora neu definieren müsse. Diese Fragen und die vorgetragenen Kritikpunkte sollen im Licht der Vielfalt und Widersprüchlichkeit zionistischer Ansätze und der israelischen Realität geprüft werden, um zu einer sachlichen Beurteilung der Meinungen in dieser Debatte zu kommen. Zur Debatte stehen Theodor Herzls Staatszionismus gegenüber der messianischen Konzeption eines Jehuda Alkalai oder der naturorientierten Arbeitsreligion von Aaron David Gordon bis hin zum agnostischen Kulturzionismus eines Achad Haam und der gerade heute wieder erstarkten Ideologie des Rav Kook.

Prof. Dr. Karl E. Grözinger ist emeritierter Professor für Jüdische Studien an der Universität Potsdam. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur üdischen Religion und Kultur, unter anderen zu den Legenden vom Ba’al Schem Tov, zu Franz Kafka und der Kabbala, zur Musik im Judentum und zuletzt des dreibändigen Standardwerkes zum Jüdischen Denken in Theologie, Philosophie und Mystik. „Jüdisches Denken. Theologie, Philosophie, Mystik Band I-III“, Campus Frankfurt a.M. 2003-2009.

Vortrag
Do 7. Juni 2012 | 19.00 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal
Fasanenstr. 79-80 | 10623 Berlin
Eintritt: 5, – | erm. 3,–

In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam

 

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